Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Samstag

Logo http://digitalstories.de/dekt-samstag

„Was ist das Öl meines Lebens? Was bringt mich zum Leuchten? Wann habe ich meine eigene Ölkrise und wann läuft’s bei mir wie geschmiert?“ Diese Fragen beschäftigten den Arzt und Kabarettisten Eckhard von Hirschhausen in seiner Bibelarbeit in der bis auf den letzten Platz gefüllten Porsche-Arena.

Grundlage war der Text der „Törichten Jungfrauen“ aus Matthäus 25, 1-13 - laut Hirschhausen könne man meinen, dass RTL hier das Konzept des Bachelors (10 Frauen, ein Mann) abgeschrieben habe. „Wir haben viel mehr Verständnis für die Törrichten. Aber leider sagt die Geschichte: ‚Nein du Turnbeutelvergesser, du darfst heute nicht mitmachen’“. Man könnte vorsorgen oder vor Sorge das Leben vergessen. So sei es klug etwas dabei zu haben, aber nicht für alles vorzusorgen. Andererseits: „Wenn die klugen Frauen so klug waren, warum haben sie dann nichts für die Dummen eingepackt?“.

Aber Hirschhausen schlägt auch ernste und nachdenkliche Töne an: „Was soll einmal auf deinem Grabstein stehen“, fragt er die Besucher, in Anlehnung an die Kirchentagslosung aus Psalm 90,12. Das Leben vom Tod her zu denken könne helfen, Dinge anders einzuordnen. Die Besucher erlebten eine abwechslungsreiche Stunde mit viel Humor aber auch Tiefgang - und viele Impulsen zum weiter darüber nachdenken.

Thomas Vollmer

Goto Top

„Oh mein Gott, dieser Himmel, wie komm ich da bloß rein?“

Xmg 7516
Ansicht vergrößern

diese Frage des Rappers Marteria zog sich wie ein roter Faden durch die Bibelarbeit.
Im Videoclip sucht er nach Antworten: Muss man artig sein und was, wenn man es nicht ist? Ist es die Taufe, die uns den Himmel aufschließt? Müssen wir Wunder tun können? Oder führt der Weg in den Himmel erst einmal ins Kloster?

„Oh mein Gott, dieser Himmel, wie komm ich da bloß rein?“ Hanna Bohnekamp, Theologiestudentin und Zweitplazierte bei Germany’s Next Topmodel 2010, Dr. Richard Janus, Religionspädagoge, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrkraft für besondere Aufgaben der Uni Paderborn sowie Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke, Praktischer Theologe ebenfalls Paderborn gingen dieser Frage auf besondere Weise auf den Grund.

Statt Germany’s Next Topmodel wurde Germany’s Next TEXT-Model gesucht. Im Fernsehformat werden die Kandidatinnen jeden Donnerstagabend bewertet. Wer weiter kommt, bekommt ein Foto. Wer ausscheidet, wird von Heidi Klum mit den Worten: „Ich habe heute leider kein Foto für dich“ in die Kabine geschickt. Weiterkommen und Ausscheiden – in den Himmel kommen oder draußen bleiben. Eine Frage, die Menschen durch die Jahrhunderte hinweg bewegt. Im Gleichnis, das der Bibelarbeit dieses Tages zugrunde liegt, geht es genau um diese Frage: Jesus erzählt das Gleichnis von den 10 Jungfrauen (Matthäus 25,1-3). Wer kommt rein? Wer bleibt draußen? Die beiden Theologen stellen zwei Auslegungsmöglichkeiten des Textes vor. Hanna Bohnekamp übernimmt die Rolle von Heidi Klum und geht mit beiden Möglichkeiten ins Gericht.

Dr. Richard Janus stellt in seiner Auslegung die Frage: „Sind wir vorbereitet?“ und dem „Point of no return“. Klimawandel und Naturkatastrophen zeigen, dass es einen Punkt gibt, an dem eine Umkehrung nicht mehr möglich ist. Er schlägt eine Brücke zum Sport. Nur wer trainiert, kommt weiter. Er stellt die Frage: „Wie ernst nehmen wir es mit unserem Christsein?“
Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke hingegen betont in seiner Auslegung das Wörtchen „bereit“ („Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.“ V10). „Bereit“ hat seinen griechischen Ursprung im Sinne von „da sein“, mutig sein, nicht zögernd, aufgeschlossen sein für das, was kommt. Er betont, Panik herrscht bei allen 10 Jungfrauen, nicht nur bei denen, denen das Öl für ihre Lampen ausgegangen ist. Alle haben Angst, bei der Hochzeit nicht dabei zu sein. Er fasst zusammen: „In den Himmel kommen diejenigen, die bereit sind und nicht unbedingt diejenigen, die noch Öl in den Lampen haben.“ Im Rückbezug zu Germany’s Next Topmodel hieße das, dass es nicht um Aussehen, Perfektion oder perfektes Christsein geht, sondern darum „da zu sein“.

Nun wird es spannend. Die beiden Theologen stehen vor Gericht. Welche Auslegung macht das Rennen? Oder, im Jargon von GNTM zu sprechen, welche Auslegung bekommt das Foto?
Das Publikum wird befragt und reagiert anders als von den Veranstaltern eingeschätzt. Klaren Vorsprung hat die Auslegung von Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke. Doch zum Erstaunen mancher bekommen beide Auslegungskanditaten ein Foto, da sich Christsein und Verantwortung einfach nicht voneinander trennen lassen.

Eine Bibelarbeit im nicht ganz alltäglichen Stil, auf die sich die rund 600 meist jugendlichen Besucherinnen Besucher gerne einließen. Musikalisch wurde die Bibelarbeit vom Projekt-Brass-Chor BeFo begleitet.

Heike Volz

Xmg 7516
Schließen
Goto Top
Video Loop View Video

„Ist das hier der Gottesdienst?“ fragt eine Besucherin irritiert. Denn in der SCHARRena dröhnen Bässe von DJ Audile und vor der Bühne wird wild getanzt. Mitten drin: Kari Kanala, Pfarrer in Finnland, der auch als Jesus-Darsteller arbeiten könnte.

Dann wird es ruhiger, die Beats langsamer, mehrere Freiwillige sprechen ein Gebet. Die Jugendlichen, die vor wenigen Minuten noch Party gemacht haben, sind plötzlich mucksmäuschenstill. Jeder soll für sich beten - oder über Twitter und Instagram. Begleitet wird das Gebet - ebenso wie das Abendmahl - mit Einspielungen auf den zahlreichen Leinwänden in der Arena und tiefen Bässen. Nach dem Segen sorgt DJ Audible wieder für peitschende Beats. Das war Gottesdienst mal ganz anders.

Thomas Vollmer


Goto Top

Sie waren Studierende in Leipzig und Hildesheim und hatten Lust am Improvisieren. Nach dem Kirchentag in Hamburg hatten Lisa und Leo im November 2013 beschlossen, das Improvisationstheater „die Sonntagsschüler“ zu gründen, denn das gab es auf dem Kirchentag und im christlichen Kontext noch nicht. Mit dieser Darstellungsform möchten sie „gute Kunst“ etablieren und den christlichen Glauben mit Improvisationstheater verbinden. Teilweise haben die Mitglieder der achtköpfigen Gruppe einen schauspielerischen Hintergrund, oder haben Kulturwissenschaften oder BWL studiert. Sie sind in unterschiedlichen kirchlichen Gruppen und Gemeinden zuhause. Beim Kirchentag spielten sie gestern bei glühender Hitze in der Open Air Bühne des Mercedes Museums kleine Szenen aus dem Kirchentag und dem Tagesgeschehen. In ihrer eigenen Show am heutigen Samstag um 14 Uhr im Renitenztheater verarbeiten sie aber auch Vorgaben aus der Bibel, in dem sie eine Figur aus der Bibel zusammen mit einer Figur aus der heutigen Zeit auftreten lassen.

Einmal im Monat treffen sich die „Sonntagsschüler“ und üben Spielformate, Assoziationen, Gruppendynamik und Charaktere. „Wichtig sind die ersten Impulse, die ersten Gedanken und diese dann auch rauszulassen und nicht zu blockieren. Blockieren ist etwas ganz schlimmes“ erklärt Leo in einem kurzen Interview nach dem einstündigen Programm gestern in dem gut gefüllten Rund. Dies müsse man immer wieder trainieren.

Das Publikum machte trotz Hitze begeistert mit, forderte Zugaben und konnte von der spielfreudigen Gruppe nicht genug bekommen.

Weitere Informationen unter http://sonntagsschueler.de

Eberhard Fuhr (EJW)

Goto Top

Trotz der heißen Temperaturen haben es sich viele nicht nehmen lassen sich auf den "Spielwiesen der Jugendarbeit" sportlich auszutoben. 

Schließen
EJW-Videoteam
Goto Top
Audio

Ein Beitrag des Kirchenradios

Mehr Beiträge unter https://soundcloud.com/radioredaktion

00:00
/
03:12

Audio anhören

Achim Stadelmaier war mit dem Mikrofon vor Ort und hat ein paar der "Innenausstatter" interviewt die helfen die Rundkirche des EJW-Weltdienst zu verschönern. Das gute Stück wird später einmal auf dem Freizeitheim Kapf eine neue Heimat finden und vielen Besuchern einen besonderen Kirchenraum zur Verfügung stellen.

Goto Top

Jugend fragt

Img 5750
Ansicht vergrößern

so könnte man die Veranstaltung im großen Saal des Mercedes-Museums zusammenfassen. Jugend fragte beispielsweise gezielt Ronja Schmitt, das jüngste Mitglied des Deutschen Bundestags, nach einer Lösung für das atomare Endlager und wie man den Widerstand Bayerns gegen die Stromtrasse Südlink brechen könne. Die Jungpolitikerin der CDU darauf: „Wenn ich den brechen könnte, würden sich viele von der Jungen Union bei mir bedanken.“

Für Lukas aus Lüneburg war die Nachrückerin im Deutschen Bundestag nicht so interessant. Er interessiert sie mehr für soziale Medien und fragte deshalb gezielt Rena Tangens von ChaosComputerClub (CCC), warum Facebook so schlimm sei und was denn der Unterschied zu Twitter sei. Nach Angaben von Datenschutzaktivistin stecken hinter Facebook noch andere, die das Kapital gegeben haben, darunter Dieter Thiel, der beispielsweise Paypal gegründet habe, um Geld über Staatsgrenzen hinweg transferieren zu können und damit Steuern zu sparen. Mit dem Verkauf an ebay habe er sich bei Facebook eingekauft. Es sei auch interessant, sich mit seinen politischen Ansichten zu beschäftigen. Auch Risikokapitalfirmen mit Verbindung zur CIA hätten Kapital für Facebook gegeben. Der 12-Jährige wurde nachdenklich und setzte nach, ob es denn zu Google Alternativen gebe und was von Bing zu halten sei. Ranga Tangens konnte ihm keine Lösung uneingeschränkt empfehlen. Ihr Tipp: „Eine Woche ohne“ (https://einewocheohne.wordpress.com/) und mehrere Suchmaschinen nutzen, dann könne nicht eine Firma alle Informationen bekommen. Im großen Stil müsse jedoch die Europäische Union dazu gebracht werden, dass sie eine europäische Stiftung gegründet werde, die einen europäischen Suchindex einrichtet, auf den dann beispielsweise StartUps zugreifen könnten. So könne wieder Wettbewerb hergestellt werden.

Dem 16-Jährigen Jan (Name geändert) war es jedoch egal, von wem seine Daten verwendet werden. Diese würden ja sowieso genutzt und er fragte, was daran so schlimm sei, wenn beispielsweise Google diese verwende. Rena Tangens wies ihn darauf hin, dass bei der Nutzung der Daten durch Google und Facebook „Menschen, die wir nicht gewählt haben auf diese persönlichen Daten zugreifen können“. Dies sei eine Gefahr für die Demokratie. Wenn Verbindungen zwischen Fahrstrecken, Suche nach Hotels und soziale Verbindungen zusammengefügt werden, könne man Dinge über eine Person herausfinden, mit denen man einen Zusammenhang herstellen und ein Profil erstellen könne. „Wenn du heute meinst, du hast nichts zu verbergen, dann gibst Du damit auch ein Versprechen für die Zukunft ab, ich werde auch in Zukunft nichts zu verbergen haben. Stell Dir vor, was passiert, wenn die Partei, die Du am wenigsten magst an die Regierung kommt und sich das System verändert. Du gibt’s damit einen Freibrief dich damit immer anzupassen. Das finde ich gefährlich, so die Mitorganisatorin des Big Brother Award.

Ronja Schmitt ist es wichtig, dass sich die junge Generation politisch einbringt Sie setzt sich deshalb dafür ein, junge Leute wieder mehr für die Politik zu begeistern. Ihr Appell: „Bringt euch ein – engagiert euch und macht mit“ – zum Beispiel in Parteien, Initiativen und Organisationen.

Eberhard Fuhr (EJW)

Weitere Informationen:
www.digitalcourage.de
www.ronja-schmitt.de

Img 5750
Schließen
Goto Top
Goto Top

Zum Kirchentag in Stuttgart haben sich Menschen aus ganz Deutschland versammelt. Eine gute Gelegenheit, um in einer einzigen Stadt ganz Deutschland zu erleben.
Am 06. Juni fand das offizielle GERMAN-GAMES Kirchentagsspecial statt. Bei tollen Wetterbedingungen und ordentlich Hitze zeigten Jugendliche, was in ihnen steckt.
Tolle Begegnungen und spannende Aufgaben boten die Gelegenheit, Stuttgart auf eine besondere Art und Weise kennen zu lernen. Bei großer Hitze brachten vor allem die Aufgaben, bei denen Kirchentagsbesucher zum Mitmachen animiert werden mussten die Jugendlichen noch mehr ins Schwitzen.

Die GERMAN-GAMES können ab sofort ganz individuell gespielt werden. Alle Infos unter http://www.german-games.info

Goto Top

Wie ist das Turmerlebnis von Martin Luther wirklich abgelaufen? Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach („Eure Formation“) sind der Meinung, dass es wohl eine sehr druckvolle Situation gewesen ist.

In ihrem Musik-Theaterstück „Play Luther“ über Reformator Martin Luther nehmen sie kurzweilig, lustig und spannend das Thema Reformation auseinander.

Mehr Informationen unter www.playluther.de

Schließen
Goto Top

Intensive Eindrücke und Gespräche gab es an jedem Abend im großen Saal des Mercedes-Benz-Museums. Der Filmemacher Bernd Umbreit stellte drei seiner Produktionen zu Randthemen des Lebens vor. Die Zuschauer zeigten sich berührt: „Er greift Themen auf, die unter die Haut gehen – und bricht damit manches Tabu“. Noch lange nach den Filmen scharten sich junge und ältere Menschen um den Filmemacher. Ein ehrenamtliches Team aus der Schülerarbeit im EJW war für die Abende zuständig und von der Zusammenarbeit mit Heidi und Bernd Umbreit, den Filmemachern aus Oberstenfeld, begeistert. Informationen unter www.umbreitfilm.de

s. auch
http://www.schuelerarbeit.de/ueber-uns/aktuelles/news/news/die-schuelerarbeit-beim-kirchentag/

Wolfgang Ilg

Goto Top

Unter diesem Motto hatte der Theaterpädagoge Harald Hahn zu einem Workshop eingeladen. Anstatt mit Pinsel und Farbe wurde hier mit den Körpern der Teilnehmenden gemalt.

Doch zunächst gab es zur Auflockerung verschiedene Aufwärmübungen, die Konzentration und Zusammenarbeit erforderten. Berührungsängste wurden dabei schnell abgebaut.

Dann wurde es konkret: in Kleingruppen haben sich die rund vierzig Jugendlichen mit dem Thema Ernährung auseinander gesetzt. Wie sieht kluge Ernährung aus? Über die mit den Körpern gemalten Bilder kam Harald Hahn mit den Jugendlichen in den Dialog: „Ich nutze dabei die Gruppe als Ressource und spiele nicht den Oberlehrer“, erklärt Hahn und ist beeindruckt von den vielen Beiträgen. Drei Dinge waren den Teilnehmenden besonders wichtig: keine Massentierhaltung, der Kampf gegen den Hunger in der Welt sowie das Essen als Gemeinschaftserlebnis.

Mehr Informationen zu Harald Hahn unter www.harald-hahn.de

Goto Top

Faszination: Kosmos und Genesis

Img 8905
Ansicht vergrößern

13.40 Uhr im Mercedes-Benz-Museum. Eine riesige Menschenschlang vor dem Eingang zum Großen Saal. Beim Näherkommen stellt sich heraus: Der Saal ist bereits voll und das hier sind die Leute, die das entweder noch nicht mitbekommen haben oder darauf hoffen, dass die Ordner doch noch gnädig sind und ein paar Personen einlassen. Was hat die fast 300 im Saal und die unzähligen Wartenden so angezogen?

Die Veranstaltung heißt „Als Gott es knallen ließ! Faszination: Kosmos und Genesis“. Im Programmheft ist nicht mehr darüber zu erfahren als der Untertitel „Bibel und Naturwissenschaft – kein Widerspruch?!“ und dass es eine Veranstaltung des CVJM-Gesamtverbands ist.
Eine 9-köpfige Jugendgruppe aus Essen hat sich die bewusst aus dem Programm rausgepickt. „Wir haben im Jugendkreis schon über das Thema gesprochen. Mich interessiert, wie die hier Glaube und Naturwissenschaft zusammenbringen,“ sagt einer der Jungs.

„Kann man gläubiger Christ und Naturwissenschaftler sein?“ fragt Prof. Dr. Heino Falcke von der Uni Nimwegen/NL gleich zu Anfang. Anscheinend kann man das, denn der hochkarätige Astrophysiker lehrt und forscht nicht nur zu seinem Spezialgebiet der „Schwarzen Löcher“, sondern steht auch immer wieder als Prädikant in seiner Heimatgemeinde Frechen auf der Kanzel. Der zweite Referent, Prof. Dr. Helmut Brückner, Physischer Geograph an der Uni Köln, ist gar Mitglied der „FroPros“, der „frommen Professoren“ aus verschiedenen Fachrichtungen, die sich regelmäßig zum Austausch treffen.

Und nun folgt etwas, das man fast als Vorlesung bezeichnen könnte, aber eine der spannendsten Sorte! Einspieler der von Ben Becker gelesenen Schöpfungsgeschichte aus der Bibel, deren wichtigster Satz für die beiden Naturwissenschaftler ist: „Und Gott sprach“. Fragen von Moderator Niklas Schenk an Prof. Brückner zu seiner Sicht der Bibel und wie seine Studenten ihn als Christen erleben.

Ein Gang durchs Weltall mit Astrophysiker Prof. Falcke und Bildern aus seiner Forschungsarbeit zeigt die Schönheit des Kosmos von der Erde ausgehend bis zu den Lichtjahre entfernten Galaxien. „Wir dürfen die Welt mit ganz anderen Augen sehen als unsere Vorfahren dank der Naturwissenschaft“. Immer wieder zitiert er Bibelverse und Aussprüche bekannter Astronomen. Und irgendwann ist man dann bei den „schwarzen Löchern“ angelangt und bei der Ausdehnung des Universums und der Erkenntnis, dass es im Umkehrschluss „wissenschaftlich kein Entkommen von der Erkenntnis gibt, dass alles an einem (Zeit-)Punkt begonnen und sich ausgedehnt hat.“ Berechnungen haben ergeben, dass dieser „Urknall“ etwa 13,7 Mrd. Jahre zurückliegen müsste. Überschrieben hat Prof. Falcke die Folie dazu mit dem Satz aus Genesis 1 „Am Anfang… Es werde Licht! Und es ward Licht.“ Für ihn schöpfen Glaube und Naturwissenschaft aus der selben Quelle, stammen vom selben Kern und müssen zum Staunen und zur Faszination führen. Auf die Frage, wie Christen zum Urknall stehen, steuerte Brückner bei: „Es gibt drei Wahrheiten in der Frage nach dem Urknall: 1. Gott existiert. 2. Materie ist ewig. 3. Wir wissen es nicht.“

„Danke für ein Feuerwerk an Informationen!“ sagt ein Zuhörer bei der rege genutzten Fragerunde. Die Frage, was am Ende der „schwarzen Löcher“ komme, muss allerdings noch offen bleiben, denn das sei eine der „spannendsten Fragen der theoretischen Physik“.
Gisela Schweiker

Img 8905
Schließen
Goto Top

Keine leichte Kost. Denn irgendwie wissen wir es ja alle: Bei einem Kleid für 35 Euro, kommt bei unseren globalen Strukturen bei der Näherin nicht mehr viel an. Sehr eindrücklich inszenierte das die Theatergruppe der Waldorfschule Balingen. Auf zynische Weise lobte darin der Geschäftsführer und Zuständige für Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen sein Firmenimperium. Er betonte, die Bedeutung der Marke für die modere Frau von heute, lobte Sozialstandards und klopfe ich selbst auf die Schulter. Aber wie sieht es mit den Näherinnen in Bangladesch oder Indonesien aus? 14 Stunden am Tag, 7 Tage pro Woche, keine Pause. Eine Toilette für 200 Arbeiterinnen. Keinerlei Arbeitsschutz. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Auf bedrückende Art und Weise stellten die Schülerinnen und Schüler die Kehrseite des Glamours dar.

Die Teilnehmenden des anschließenden Podiumsgesprächs waren sich darin einig: „Die ersten Schritte sind gemacht. Ziel aber ist es besser zu werden.“, so Dr. Bernhard Felmberg, Mitglieder des Steuerkreises Textilbündis der Bundesregierung, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Texilbündnis der Bundesregierung wurde 2014 gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, den Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft von Bundesminister Dr. Gerd Müller auf den Weg gebracht. „Ziel ist es, eineinhalb Jahre nach Rana Plaza konkrete Verbesserungen der sozialen und ökologischen Standards in der Textil- und Bekleidungsindustrie zu erreichen.“ (Quelle: www.tagesspiegel.de/wirtschaft/holpriger-start-textilbuendnis-gegen-ausbeutung/10847004.html).

Berndt Hinzmann, Vertreter der „Kampagne für saubere Kleidung“ und ebenfalls Mitglied des Steuerungskreises forderte u. a. ein besseres Verbraucherinformationssystem, damit Verbraucher eine Entscheidungshilfe beim Kauf ihrer Kleidung haben.

Dritte im Bunde war Hilke-Anna Patzke, des Outdoorausrüsters VAUDE. Seit 2001 arbeitet VAUDE nach dem strengen Umweltstandard bluesign®, der die gesamte textile Wertschöpfungskette umfasst und kontrolliert. Außerdem wurden sie als erstes Outdoor-Unternehmen nach EMAS öko-zertifiziert.

Dr. Bernhard Felmberg stellte außerdem die App SIEGELKLARHEIT.DE vor. Mit dieser App hat man die Möglichkeit, Barcodes von Kleidungsstücken einzuscannen und sie auf ihre Nachhaltigkeit hin zu überprüfen, um gezielt einkaufen zu können.

www.siegelklarheit.de
www.textilbuendnis.com
www.saubere-kleidung.de


Heike Volz

Goto Top

16:00 Uhr, Mercedes-Benz-Museum: Es geht um die feierliche Übergabe des Jugendprojektpreises der Arbeitsgemeinschaft Ev. Jugend (AEJ) an eine Gruppe von Jugendlichen aus Vogelsberg (Hessen). Das "Weltretter"-Projektteam plant eine einwöchige Klimakonferenz - auch mit internationalen Gästen. Da internationale Gäste aber eher schwer klimafreundlich anreisen können (außer sie fahren Fahrrad), wird auch auf unterschiedliche Weise versucht, diesen CO2-Ausstoß auszugleichen. Für diese Idee und die geplante Umsetzung gab es schließlich den wohl verdienten Preis im Wert von 3000.-.

Umrahmt wurde diese Übergabe gekonnt und extrem witzig von der Impro-Theater-Gruppe "Kopfsalat". Das Publikum beteiligte sich begeistert - dabei kamen Geschichten von "Rammsteaks" in verschiedenen Geschmacksrichtungen und ein vom Gemeinderat vertriebener Geschichtenerzähler (wegen Lärmbelästigung) heraus.

Man kann auf jeden Fall sagen: Eine durchaus interessant-witzige Preisverleihung.

Stephanie Klumpp

Goto Top

Auf dem Kirchentag sind sie mit ihrer Schrottbar vertreten. Aus alt wird neu – und das sehr stylisch. In Berlin planen sie Aktionen für Jugendliche und Gemeinden und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es Problem gibt.
www.kirche-berlin-nordost.de/page/187/ev-jugend-berlin-nord-ost

Goto Top

„Before I die, Bevor ich sterbe ...“. Die Evangelisch-reformierte Kirche hat sich in dieses internationale Projekt eingeklingt. Dieses Projekt fragt Menschen auf der ganzen Welt auf Plakatwänden nach ihren Herzenswünschen und Lebensbildern.
Mehr zur Arbeit der Evangelisch-reformierte Kirche unter
www.reformiert.de

Goto Top

Die Peace Academy in und an der Frauenkirche Dresden ist ein
internationales Jugendtreffen mit Akademiecharakter, das alle zwei Jahre stattfindet. Ziel ist die internationale Verständigung, das gemeinsame Arbeiten zu Friedensthemen sowie das gemeinsame Singen und Feiern.
www.peace-academy.de

Goto Top

Mehr unter http://uptv.me

Schließen
Goto Top

Kopfhörer erhalten, DJ wählen, beste Party des Kirchentages feiern. Mit dabei: 
- DJ FAITH, Stuttgart
- DJ Marris, Phantombar im SI-Zentrum, Stuttgart

Schließen
Goto Top

Auf dem Kirchentag wird bekanntermaßen viel diskutiert und gesprochen. Nicht so im Zentrum Jugend. Dort wurde am Samstag gekämpft und gespielt! Das EJW setzt mit seinem Sporttag "Move It!" einen Kontrast. Zwischen Bubble-Soccer und Trampolinspringen wirft sich unsere UP-Reporterin Svenja ins Getümmel.

Schließen
Goto Top
Goto Top
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden